Loslassen
Was bedeutet es eigentlich, loszulassen?
Diese Frage hat mich auf meinem eigenen Weg lange begleitet und beschäftigt. Etwas für sich zu betrachten, anzuerkennen und anzunehmen, bedeutet noch lange nicht, dass man es auch losgelassen hat.
Das habe ich auf meiner Reise immer wieder selbst erfahren dürfen.
Wie oft habe ich in der Mediation gesessen und gedacht: „Warum? Das hatte ich doch schon! Wie oft denn noch…“
Und somit ging ich in die Meditation. Ich verband mich tief mit meinem Herzenslicht und dem Kristall ESCHA’TA, und bat um Erkenntnis was denn da noch losgelassen werden möchte. Mit dieser Ausrichtung und der Bitte um Unterstützung befand ich mich auf einmal in meiner Seelenreise.
Diese Seelenreise entstand durch eine liebe Freundin, die ein Trance-Medium ist und für mich, in tiefer Verbundenheit mit meiner Seele eine für mich wichtige Frage stellte. Warum bin ich ein so kontrollierter Mensch. Sie empfing von meiner Seele Bilder, für mich, damit ich verstand.
Als ich mich nun in dieser Seelenreise wiederfand sah ich das fehlende Puzzleteil. Ein Abschnitt der Reise hatte sich bereits für mich verändert, in dem Moment als meine Freundin für mich reiste. Einen anderen Teil hatte ich selbst, im Rahmen einer Anwendung mit TORA’AN’TARIA, intensiv betrachtet und für mich bearbeitet.
Doch bei diesem einen Bild, in dem ich mich jetzt befand, liefen mir noch immer die Tränen. Mir war nie wirklich bewusst warum. Denn ich war nicht achtsam genug. Wenn ich mich bewusst darauf konzentriert hätte, welcher Satzabschnitt, welches Wort oder Bild genau diese Reaktion auslöste wäre ich früher darauf gekommen.
Manchmal zeigen uns Tränen, dass uns etwas tief berührt. Sie können darauf aufmerksam machen, dass in uns noch etwas bewegt wird, das da etwas gesehen und angenommen werden möchte.
In der besagten Seelenreise wurde ein Keuschheitsgelöbnis entbunden… Ich gebe jetzt den einen besagten Abschnitt aus der Reise wieder.
,,Ich sehe nun wieder deine gebundenen Hände. Ich frage nach, warum sie auch in diesem Leben gebunden gezeigt werden. Es zeigt den Eid und Schwur zur Keuschheit, der in diesem vorherigen Leben nicht aufgelöst wurde. Ich frage deine Seelenführung ob es nicht an der Zeit wäre diesen zu lösen. Sie nickt. Wir kehren aus dem vergangenen Leben in die geistige Welt zurück.
Du wirst von ihr in einen See geführt, nachdem du deine Kleider am Ufer gelassen hast. Ein sehr angenehmer Duft strömt mir vom Wasser entgegen. Es riecht süßlich nach Vanille und Magnolie.
Mehrere Licht und Heilwesen begleiten dich hinein. Als du mir deinen nackten Rücken zudrehst sehe ich rote Striemen auf deiner Haut. Wie gezeichnet sieht es aus. Gänsehaut durchschauert mich, Tränen steigen in mir auf und ich lasse diese fließen. Es sind nicht meine Tränen. Ich weine diese für dich.
In der Mitte des Sees werden deine gebundenen Hände von dem Band gelöst.
Heilwasser wird über deine Hände gegossen und mit Worten, wie in einem Ritual, der Schwur gelöst.
Ich sehe dabei weißen Nebel zwischen deinen Händen aufsteigen und fühle ein starkes aber wohliges Kribbeln im Wurzelchakra.
Dir wird ein wunderschöner blauschimmernder glatter Stein in deine Hand gelegt. Er wird dich auf dem Weg der Heilung unterstützen. Du wirst aus dem Wasser des Sees geführt und erhältst neue weiße Kleidung.
Und endlich verstand ich. ICH SAH MICH. Also habe ich meine Kleidung am Ufer des Sees gelassen und ging in den See, auf meinen Rücken zu. Als ich bei mir ankam und in meinen Rücken ging verschmolz mein Seelenanteil mit mir. Mit meinem Oberkörper drehte ich mich noch einmal aus mir heraus und strich mit der rechten Hand über meinen Rücken.
Und dann geschah etwas, was ich nur schwer in Worte fassen kann. Ich spürte in diesem Moment wie die Last, die Striemen, durch meine Berührung von meinem Rücken abflossen und mir ein Schauer durch den Körper ging. Und plötzlich war der Gedanke da: „Das saß mir im Rücken.“
Es ging in diesem Moment eigentlich nur um eine besondere Erkenntnis. Trage nicht die Last der Anderen. Denn diese Striemen symbolisierten den Rucksack auf meinem Rücken, den ich mit mir herumgetragen habe, in dem ich auch gerne die Last der Anderen mit hinein tat. Vor allem die aus der Kindheit.
Die Devise lautet – Abgrenzen!
Habe Mitgefühl ja, aber bitte kein Mitleid! Du musst die Last anderer nicht tragen. Es ist ihre Last, nicht die deine. Und zu versuchen anderen die Last zu nehme macht es dir selbst und deinem Gegenüber nur noch schwerer. Es ist ein Unterschied ob du Mitgefühl hast oder Mitleid. Ich möchte nicht mit anderen leiden, denn aus energetischer Sicht verstärkt sich das Leid meines Gegenübers wenn ich MitLeide.
In diesem Sinne.
Habe ein offenes Ohr, höre zu, habe Mitgefühl und hilf wenn es dir möglich ist und du es möchtest. Aber LADE dir nicht die LAST anderer auf! Niemand muss die Last eines Anderen tragen!
TAHIHEA SHONA TUJAA
Mein Licht spendet mir Kraft und Zuversicht
SHIJA WAA ESTAME SHOM
Heilkraft liegt in mir
AN’ANASHA für deine Aufmerksamkeit
Deine Sandra Meerle
